Einbürgerung Deutscher in Frankreich

Sie haben die deutsche Staatsangehörigkeit und leben in Frankreich
Staatsangehörigkeitsrecht

Sie benötigen keine Beibehaltungsgenehmigung mehr, wenn Sie sich in einem EU-Mitgliedsstaat oder in der Schweiz einbürgern lassen.

Deutsche, die eine andere Staatsangehörigkeit auf Antrag annehmen, verlieren ihre deutsche Staatsangehörigkeit. Wer dies vermeiden möchte, benötigt weiterhin eine Beibehaltungsgenehmigung.

Ab dem 28.08.2007 gilt das nicht mehr, wenn es sich um eine Einbürgerung in einem EU-Mitgliedsstaat oder in der Schweiz handelt. In diesen Fällen ist daher auch keine Beibehaltungsgenehmigung mehr erforderlich (Rechtsgrundlage: § 25 Abs. 1 Staatsangehörigkeitsgesetz in der ab 28.08.2007 geltenden Fassung).

Wenn Sie also nicht die Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedstaates oder der Schweiz erwerben wollen, bleibt es bei der bisherigen Regelung: Ohne Beibehaltungsgenehmigung verlieren Sie Ihre deutsche Staatsangehörigkeit.
Einbürgerung von Kindern deutscher Wehrmachtsangehöriger in Frankreich, sogenannter französischer Kriegskinder, gemäß § 14 Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG)

Bei den sogenannten französischen Kriegskindern handelt es sich um die nichtehelichen Kinder deutscher Wehrmachtssoldaten oder anderer deutscher Besatzungsverbände während des Zweiten Weltkrieges, die in den Jahren der deutschen Besatzung in Frankreich stationiert waren.

1. Wer kann mit Aussicht auf Erfolg einen Antrag stellen?
Begünstigt werden durch die Sonderregelung nur die unmittelbar betroffenen Kriegskinder, nicht jedoch ihre Nachkommen.

2. Was muss ich tun, wenn ich einen Einbürgerungsantrag stellen möchte?
-Bitte reichen Sie Ihren Einbürgerungsantrag bei der deutschen Auslandsvertretung ein, die für Ihren Wohnort zuständig ist.

Das neue deutsche Staatsangehörigkeitsrecht
Am 01. Januar 2000 trat für die Bundesrepublik Deutschland das Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) in Kraft. Dieses Gesetz ersetzte das bisher geltende Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz (RuStaG).

Die wesentlichen Regelungen des alten Gesetzes, vor allem die Vermittlung der deutschen Staatsangehörigkeit durch Abstammung, wurden beibehalten. In anderen Teilen wurde das bisherige Gesetz modernisiert und an den europäischen Standard angepasst. So kann die deutsche Staatsangehörigkeit nunmehr unter bestimmten Voraussetzungen auch durch Geburt in Deutschland erworben werden. Ferner wurde die Einbürgerung für bereits in Deutschland lebende Ausländer erleichtert.

Durch das neue Gesetz wird die Mehrstaatigkeit, also der Besitz mehrerer Staatsangehörigkeiten, in größerem Maße als bisher hingenommen.

Hinweis zur aktuellen Rechtsprechung zum deutschen Staatsangehörigkeitsrecht:

Die bisherige Rechtsauffassung, dass bei nichtehelichen Kindern durch eine zwischen dem 01.04.1953 und dem 31.12.1974 erfolgte wirksame Legitimation durch einen Ausländer der Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit eingetreten ist, ist laut Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts nicht länger haltbar.

Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit bei Legitimation durch einen Ausländer bei Legitimation zwischen dem 01.04.1953 und dem 31.12.1974

Hinweis zur aktuellen Rechtsprechung zum deutschen Staatsangehörigkeitsrecht

Gemäß § 17 Nr. 5 RuStAG a. F. war u.a. Verlustgrund für die deutsche Staatsangehörigkeit die Legitimation eines nichtehelichen Kindes durch einen Ausländer. Formell wurde diese Regelung durch Art 1 Nr. 3 RuStAÄndG zum 01.01.1975 aufgehoben.

Das Bundesverwaltungsgericht hat nun mit Entscheidung vom 29.11.2006, BverwG 5 C 5.05 sowie 5 C 9.05 festgestellt, dass diese staatsangehörigkeitsrechtliche Regelung als dem grundgesetzlichen Gleichheitsgebot entgegenstehendes Recht bereits mit Ablauf des 31.03.1953 außer Kraft getreten ist. Somit konnte ab diesem Datum, nämlich ab dem 01.04.1953, die deutsche Staatsangehörigkeit nicht mehr wegen Legitimation durch einen ausländischen Vater verloren werden.

Sofern Sie von dieser Fallkonstellation betroffen sind, d.h. alle folgenden Voraussetzungen vorliegen:
1. nichteheliche Geburt von einer deutschen Mutter
2. rechtswirksame Anerkennung der Vaterschaft durch einen ausländischen Vater
3. Eheschließung Ihrer Eltern zwischen dem 01.04.1953 und dem 31.12.1974
und dadurch
4. Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit

und Sie Ihre deutsche Staatsangehörigkeit klären möchten, so können Sie sich zu diesem Zwecke an die berufskonsularische Vertretung, die für Ihren Wohnsitz zuständig ist, wenden, und einen Antrag auf Feststellung der deutschen Staatsangehörigkeit stellen.

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