Heidelberg / Maulbronn

Ausflug

nach Heidelberg

und Maulbronn

Heidelberg

Achtzehn Mitglieder unseres Vereins haben das Wochenende des ersten Mai in Baden- Württemberg verbracht. Am Samstagnachmittag haben wir eine dreistündige Stadtbesichtigung gemacht. A DSCN7969A DSCN7984A P1230637

Heidelberg (ungefähr 150 000 Einwohner) gilt als eine der schönsten Städte Deutschlands. Diese Stadt, die im zweiten Weltkrieg von Bomben verschont geblieben ist, hat die Dichter und Maler der Romantik inspiriert und zieht auch heute eine große Anzahl von Besuchern aus der ganzen Welt an. Das Schloss, der Neckar mit der alten Brücke, die Altstadt und die umliegenden Berge ergeben ein sehenswürdiges und unvergessliches Bild. Wir sind mit der historischen Bergbahn zum Schloss gefahren.B DSCN7967 Vom Schlossgarten aus hatten wir einen herrlichen Blick auf die Stadt, die alte Brücke und den Neckar.

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Das Heidelberger Schloss ist eine der bekanntesten Schlossruinen der Welt.

B DSCN7971Diese Schlossruine thront majestätisch über die Altstadt. Fünf Jahrhunderte war das Schloss die Residenz der Kurfürsten von der Pfalz. Mehrmals wurde es zerstört. Seit dem Baubeginn im 13. Jahrhundert hat das Schloss eine bewegte Geschichte hinter sich gehabt. Die Schlossherren erweiterten das Gebäude über drei Jahrhunderte hinweg. Nach seiner Zerstörung im Pfälzischen Erbfolgekrieg (1688-1697) wurde es nie mehr völlig aufgebaut, verfiel allmählich. Im Jahre 1720 verlegte der Kurfürst seine Residenz von Heidelberg nach Mannheim. Das Heidelberger Schloss wurde um 1800 wiederentdeckt und erlebte während der Zeit der Romantik seine zweite Blütezeit. Künstler der Romantik, auf der Suche nach echten Gefühlen, waren bezaubert von dieser Schlossruine. Heidelberg wurde in zahlreichen Gedichten und Gemälden verewigt. Im Schloss befinden sich vor allem architektonische Zeugnisse der Gotik und der Renaissance, der Blütezeit des Schlosses.

B P1230725Nachdem wir die verschiedenen Teile des Schlosses besichtigt hatten, sind wir in den großen Keller gegangen, da haben wir das berühmte Fass gesehen; dieses riesige Weinfass (das größte Weinfass der Welt) kann 220 000 Liter enthalten. Der kleine Zwerg, der Perkeo heißt, hat das große Fass ganz allein ausgetrunken. Der Hofnarr nahm (der Legende nach) jedes angebotene Glas Wein mit den Worten „Perché no“ (Warum nicht) an. Jemand hat gefragt: „Was ist denn das für ein Holzkasten? Die Führerin hat geantwortet: „Wenn Sie es wissen wollen, brauchen Sie nur an der Schnur zu ziehen“. Der Besucher hat an der Schnur gezogen und ein Fuchsschwanz ist ihm mitten ins Gesicht gesprungen. Alle haben gelacht und die Führerin hat gesagt: „ Jedes Mal stellt ein Besucher diese Frage und macht mit dem Fuchs Bekanntschaft“.

Dann sind wir in die Altstadt gegangen, sind am Kornmarkt vorbeigegangen. Das „Haus zum Ritter“, das 1592 von dem Tuchhändler Charles Bélier erbaut wurde, beeindruckte den französischen Dichter Viktor Hugo, der vorzugsweise Ruinen besucht hatte, weil es das einzige Bürgerhaus war, das den Feuerbrünsten der Jahre 1635, 1689 und 1693 entging. Dieser Renaissance-Bau steht heute unter Denkmalschutz. Direkt gegenüber von diesem Gebäude befindet sich die Heiliggeistkirche, die die Begräbnisstätte der Fürsten war.

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Wir sind dann bis zur Jesuitenkirche mit dem ganz in Weiß gehaltenen hellen Innenraum gegangen. Sehenswert in der Altstadt sind auch verschiedene Universitätsgebäude. Die Universität Heidelberg, die im Jahre 1368 vom Kurfürst Ruprecht I gegründet worden ist, ist die älteste Universität Deutschlands. Von dort hat man das Neckarufer und die alte Brücke erreicht.

Dann haben wir fast drei Stunden gehabt, um in der Stadt zu bummeln. Einige haben den Neckar überquert und sind hinauf zum Philosophenweg gestiegen. Von dort aus haben sie einen herrlichen Blick auf Schloss, Neckar und Altstadt gehabt. Zahlreiche Dichter und unzählige Maler haben Heidelberg in ihren Werken verewigt. Der Blick vom Philosophenweg über Neckar, Altstadt und Schloss ist jetzt weltberühmt. Nach dieser Freizeit haben wir im „Wirtshaus zum Nepomuk“ gegessen und haben die Nacht im Hotel „Zum Neckartal“ verbracht. Am Sonntagvormittag haben wir bei einem herrlichen Wetter eine Schifffahrt auf dem Neckar gemacht.

Maulbronn

Dann sind wir nach Maulbronn gefahren. Zuerst wurden wir von dem Bürgermeister (Herrn Andreas Fechle), der unsere Gegend sehr gut kennt, begrüßt. Wir bedanken uns sehr bei ihm für seinen freundlichen Empfang. Er hat uns die Stadt Maulbronn, die Partnerstadt von Valdahon vorgestellt. FSCN8023DSCN8035DSCN8045

Dann haben wir in Maulbronn gegessen und das Kloster besichtigt. Das Kloster ist sehr gut erhalten. Der Bau wurde Mitte des 12 Jahrhunderts von den Zisterziensern begonnen. Seit 1993 gehört das Kloster zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Klosterkirche und die Klausur wurden zuerst in romanischem Stil errichtet. Im 13. Jahrhundert wurden frühgotische Formen mit dem Bau von der Kirchenvorhalle, dem Herrenrefektorium und dem südlichen Kreuzgangflügel eingeführt. Die Mönche haben auch das Kloster um zahlreiche Wirtschaftsgebäude erweitert.

Im 14. und 15. Jahrhundert wurden der Kapitelsaal, der Kreuzgang und das Brunnenhaus im spätgotischen Stil modernisiert.DSCN8056 Die Kirche erhielt zu dieser Zeit neue Fenster, ein neues Gewölbe und neue Wandmalereien. Abt Albert von Ötisheim ließ Kapellen bauen. Im Osten der Klausur stockte er das Krankenhaus auf, das zu einem großen Gästehaus (dem Herrenhaus) wurde; es war eine neue Blüte für das Kloster.

FSCN8049Die Herzöge von Württemberg, die im 16. Jahrhundert die Herrschaft über Maulbronn besaßen, errichteten eine Klosterschule ein. Herzog Ludwig ließ ein Jagdschloss im Renaissancestil bauen.

Im 19. Jahrhundert interessierte man sich sehr für die Kunst und die Architektur der früheren Epochen. Das Mittelalter wurde wieder entdeckt und Burgen, Klöster und sogar Ruinen wurden zu nationalen Baudenkmälern erklärt. Das war eine große Chance für Maulbronn. Völlig neue Bauteile wurden gebaut. Der dreischalige Brunnen im Brunnenhaus ist ein Beispiel dafür.

Das eindrucksvolle Kloster mit seinen Baudenkmälern ist nur ein Teil eines Ganzen, denn in Maulbronn sind die Wirtschaftsgebäude seit der Zeit der Zisterzienser noch vorhanden. Werkstätten und Speicher, Wohnhäuser, Mauern und Türme vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert bilden eine ganze Klosterstadt. Sehr interessant ist auch ein Besuch der Klostermauern. Kultur und Natur sind eng verbunden. Das ist ein Grund dafür, dass das Kloster und die zugehörige Landschaft zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört.

P1240106Nach dieser Besichtigung haben wir Maulbronn verlassen. Um 21 Uhr waren wir in Pontarlier. Dieses Wochenende, das wir gemeinsam verbracht haben, ist für uns etwas Einzigartiges und wird uns in schönster Erinnerung bleiben. Einen herzlichen Dank an Marie-Odile für die Vorbereitung dieses wunderschönen Wochenendes und an unsere Fahrer Gérard und Jean-Louis!

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5 commentaires pour Heidelberg / Maulbronn

  1. nathalie dit :

    Une escapade chaleureuse, dans le bonne humeur, et avec une météo favorable. De belles découvertes dont le souvenir restera longtemps dans nos mémoires. Merci aux organisateurs.
    Nathalie et Marie

  2. Félicitations à Bernard pour ce bel article. Après un tel voyage, que de beaux souvenirs ! Merci Marie Odile, merci Jean Louis pour votre travail de préparation. Le bonjour à nos amis de Valdahon qui retransmettrons l’ article à leur ville jumelle qu’ est Maulbronn.. Gérard.

  3. marie-odile dit :

    schönes Wetter! Tolle Stimmung in der Gruppe! Sehr interessante Besichtigungen!
    Es war nur einfach zu kurz!

  4. Bernard dit :

    Wir haben ein sehr angenehmes Wochenende verbracht. Gute Stimmung! In Maulbronn war ich noch nie; ich bin nicht enttäuscht gewesen. Die alte Klosteranlage gehört zum Weltkulturerbe. Das Kloster, die Kapelle und die umliegenden Gebäude sind sehenswert. Heidelberg kannte ich schon, aber mir gefällt es immer, in der Stadt zu bummeln. Die Freizeit in dieser Stadt habe ich mit Freunden aus Mannheim verbracht. Ich nutze die Gelegenheit, um sie zu grüßen.

  5. Gundy Buckman dit :

    Wiedersehen mit Heidelberg nach einem halben Jahrhundert ! Das war schon sehr bewegend!
    Zuletzt war ich hier auf Abifahrt mit der Abitursklasse. Diesmal hatten wir eine superlustige Führung mit Akzent und Humor aus Marseille. Einmalig!
    Danke den Organisatoren Marie-Odile und Jean-Louis .Ich war und bin begeistert. GY

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