Olympische Sommerspiele « Erinnerungen »„Souvenirs“

 Olympische Sommerspiele

« Erinnerungen »„Souvenirs“

 Dieses Jahr finden die Olympischen Sommerspiele (Spiele der XXX. Olympiade) vom 27. Juli bis 12. August 2012 in London statt.

Vor vierzig Jahren war ich in München, um als ehrenamtlicher Helfer bei den Spielen mitzuwirken. Ich erinnere mich natürlich an diese Spiele, die heitere Spiele werden sollten. Nach den Spielen 1936 in Berlin sollten sie ein neues, weltoffenes und gastfreundliches Deutschland zeigen. Alle wollten einen reibungslosen Ablauf gewährleisten. Die Stimmung war einmalig. Alle Teilnehmer gaben sich dem Zauber der Feier hin. Für ein großes Volkerfest waren alle Voraussetzungen da: unter anderem das aufregende Stadiongelände mit dem damals sensationellen Zeltdach, das schöne Wetter, die glänzenden  sportlichen Leistungen und die Begeisterungsfähigkeit des Publikums.

 In München gingen zum ersten Mal in der olympischen Geschichte zwei getrennte deutsche Mannschaften als Vertreter zweier souveräner Staaten mit eigener Fahne und Nationalhymne an den Start. Die Kunstturnerin Karin Janz aus der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik war mit zwei Gold-, zwei Silber- und einer Bronzemedaille die erfolgreichste deutsche Athletin.

Ich erinnere mich auch an den US-amerikanischen Schwimmer Mark Spitz, der sich in der Olympia-Schwimmhalle mit sieben Goldmedaillen unsterblich gemacht hat.

Am Tag nach seinem letzten Triumph sind die Spiele unterbrochen worden. Ein Massaker, das einen langen Schatten auf die heiteren Spiele in München geworfen hat, hat sich ereignet. Es sind jetzt fast 40 Jahre vergangen, seit elf Sportler aus Israel in München, während der Olympischen Sommerspiele 1972 einem feigen Mordanschlag der palästinensischen Terrororganisation “Schwarzer September” zum Opfer fielen. Das Attentat traf alle völlig unvorbereitet – Die Frage, ob die Spiele weitergehen würden, bewegte alle im Stadion.

Nach dem Tod der israelischen Sportler blieben die Wettkämpfe für einen Tag unterbrochen. Nach der Trauerfeier im Olympiastadion von München ließ der damalige Präsident des Internationalen Olympischen Komitees Avery Brundage sie mit einem bekannten Satz fortführen: „The games must go on!“ („Die Spiele müssen weitergehen“). Die Entscheidung, sich dem Terror nicht zu beugen, war gefallen und endete in einem befreienden Aufschrei der Teilnehmer.

Die Atmosphäre der Tage vor dem Attentat hatten die Spiele jedoch nicht mehr: Entsetzen und Trauer waren bei allen sehr groß.

Die Schlussfeier am elften September versank in der Trauer um die Toten.

Die Terroristen haben einen schönen Traum zerstört. Warum?

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Im Jahre 2008 habe ich mit einer Schülergruppe das Olympiastadion besichtigt. Ohne die vielen Zuschauer und Sportler, die während der Spiele da waren, war die Stimmung ganz anders.

Bernard

Am 26. August 2012

40 Jahre Olympiapark München:

GroßesJubiläumsfestival am 26. August 2012

im Olympiapark München!

Emotionen, Spaß, Teamgeist. Vielfalt

 

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4 commentaires pour Olympische Sommerspiele « Erinnerungen »„Souvenirs“

  1. Bernard dit :

    Direkt nach Erscheinen dieses Artikels habe ich unter anderem mehrere Emails von Mitgliedern der A.D.E.A.F.( Verein zur Entwicklung und Förderung der deutschen Sprache in Frankreich) bekommen. Dafür bedanke ich mich bei ihnen sehr herzlich. Zuerst ist es mir eine große Freude festzustellen, dass viele gelesen haben, was ich über die Olympischen Spiele in München geschrieben habe. Außerdem erinnern sich viele daran. Jemand erzählt, dass seine Eltern Zuschauer waren. Einige waren bei Austauschpartnern (Austauschpartnerinnen) und haben das in Deutschland erlebt. Es war sogar einer Germanistikstudentin vergönnt, in München als Hostess zu arbeiten: sie trug bei der Schlussfeier das Schild„Frankreich“.
    Andere, die im Jahr 1972 sehr jung waren, wussten über die traurigen Ereignisse der Spiele nicht Bescheid.

  2. Jean-François dit :

    Bonsoir,
    Les jeux de Munich sond les seuls auxquels mes parents ont participé,comme spectateurs assidus.Votre compte rendu me rappelle avec émotion les longues discussions familiales après leur retour.
    Je vous remercie

  3. Sugel dit :

    Bereits die VI. Olympischen Sommerspiele 1916 waren vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) nach Berlin vergeben worden. Mitten in die Vorbereitungen fiel der Ausbruch des Ersten Weltkrieges , der schließlich zur Absage der Spiele führte. Nach Kriegsende schloss das IOC Deutschland als offiziellen Kriegsverursacher aus der olympischen Gemeinschaft aus. Der Bann dauerte bis 1925. Seit der Wiederaufnahme in das IOC beschäftigte sich die Führung des „Deutschen Olympischen Ausschusses“ mit dem Gedanken, die Spiele erneut nach Berlin zu holen. Theodor Lewald , Präsident des Ausschusses, schrieb am 25. Februar 1929 einen Brief an Oberbürgermeister Gustav Böß , in dem er eine erneute Bewerbung Berlins vorschlug.

  4. gold account dit :

    Im Sport standen die Olympischen Spiele im Mittelpunkt. Die Winterspiele fanden in Oslo statt, die Sommerspiele , die von den Leistungen Emil Zátopeks dominiert wurden, in Helsinki. Es waren die ersten Olympischen Spiele nach dem Zweiten Weltkrieg, an denen auch deutsche Sportler wieder teilnehmen durften.

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