Wir waren auf der Hochzeit unserer Freunde eingeladen

 Hochzeit von Claudia und Jürgen in Bayern

 Am 20.August 2011 waren wir auf einer Hochzeit eingeladen. Sie fand in der Nähe von Augsburg (60 km nordwestlich von München) statt.

 Die kirchliche Trauung findet um 13:30 Uhr statt und dauert eine Stunde. Es ist ähnlich wie in Frankreich. Der einzige Unterschied ist, dass das Brautpaar als erstes die Kirche verlässt; dann gratulieren wir ihm.

 Danach fährt die Hochzeitsgesellschaft in die Wirtschaft, indem sie durch wiederholtes Hupen auf das Hochzeitspaar aufmerksam macht. Da findet ein Sektempfang statt und wir nehmen im Speisesaal Platz; wir trinken Kaffee und essen Kuchen: viele verschiede Kuchen, die die Familie gebracht hat, und die Hochzeitstorte. Eine Musikband, begleitet uns und wird bis zum Ende der Feier spielen.

 Am Anfang soll der Bräutigam jemanden zum „Blöden des Abends“ ernennen. Ein Freund von Jürgen wird ausgewählt. Seine Aufgabe (seine Strafe) besteht darin, dass er jede Stunde pünktlich „Kikeriki“ krähen muss, indem er einen Plüschhahn auf dem Kopf hat. Und wenn der Bräutigam das Krähen hört, soll er sofort antworten: „Jawohl! Ich habe verstanden!“ Wenn der Blöde seine Aufgabe vergisst oder sie mit Verspätung macht, muss er 50€ in die Kasse des Brautpaars legen. Und wenn er das fleißig macht, kriegt er jede Stunde einen Doppelschnaps! Es ist echt lustig, er ist jede Stunde pünktlich, sogar während eines Tanzes. Er hat auch seine Aufgabe erfüllt, als Jürgen auf dem Klo war.

 Damit die Gäste ihren Spaß haben, gibt es noch verschiedene Spiele. Meine Freundinnen haben ein Spiel mit Stühlen und Musik vorbereitet. Am Anfang waren 11 Stühle zur Verfügung der 12 Spieler, dann 10 Stühle für 11 Spieler usw. Die Spieler holen schnell verschiedene Sachen: Schnürsenkel, Klopapier, Löffel, Steine, Gummibären, Stifte, Lippenstift, Geldscheine, und B.H. auch!!! Derjenige, der keinen Stuhl mehr hat, verliert und hat eine Aufgabe: Für jeden Monat wird etwas vorgesehen. Einer schenkt dem Ehepaar einen Kuchen, ein anderer ein Paar Socken, ein anderer eine Flasche Unertl (das Lieblingsbier von Jürgen), ein anderer Blumen für Claudia…Der Gewinner wird vom Brautpaar zum Essen eingeladen.

 Dann tanzen wir wieder und wir bemerken, dass die Braut nicht mehr da ist. Sie ist gestohlen worden!!! Der Blumenstrauß ist schon weg. Zwischen dem Speisesaal und dem Weinkeller sind die Braut und der Blumenstrauß gestohlen worden. Jetzt ist es Zeit, in den Weinkeller zu gehen. Alle außer Jürgen und ein paar Personen gehen in den Keller.

 Jürgen wird mit Küchentüchern und einem Spinnennetzbesen als Putzfrau gekleidet. Er kommt dann in den Weinkeller (in dem seine Frau versteckt ist). Der Moderator der Musikband sagt ihm: „du hast vor weniger als fünf Stunden geheiratet und du hast schon deine Frau verloren. Welcher Mann bist du?“ Er fängt sofort an, seine Frau zu suchen. Er sucht unter den Tischen, an jeder Ecke, bis er sie findet. Dann will er wissen, wer sie gestohlen hat. Die Diebe der Frau und des Blumenstraußes verlangen etwas dagegen. Sehr oft verlangen sie zwischen fünf und acht Flaschen Wein für ihre Tische.

 Im Weinkeller tanzen wir auf den Bänken, singen und spielen wieder. Dann ist es Zeit zu essen. Auf der Speisekarte : Hochzeitssuppe (Brühe mit Pfannenkuchen, Leberspätzle, Knödel, gemischte Salate) „entweder“ Schwein und Putenschnitzel mit Spätzle oder Rindersteak mit Pommes und Eisbuffet. Wir tanzen und spielen inzwischen; wir kaufen auch die Hochzeitszeitung. Das ist ein Magazin, das Angelika und Katherina (Claudias Schwestern) gestaltet haben. Die Autorinnen haben viele Fotos der Braut und des Bräutigams (von der Geburt bis jetzt) geklebt und Witze über die Ehe erzählt. Fotos der Hochzeit ihrer Eltern können wir auch sehen. Das ist eines der schönsten Andenken an den Hochzeitstag. Beim letzten Tanz des Abends beleuchten wir mit einer kleinen Kerze das Brautpaar, das in der Mitte des Kreises der Familie und der Freunde tanzt. Es ist ein sehr schöner Moment. Claudias Mama hat Tränen in den Augen. Um zwölf Uhr wird das Ende angesagt. Dann müssen die Männer die Braut in den Wagen tragen. Die Frauen kümmern sich um Jürgen!!!

 Auf der Einladung stand „mahlfrei“. Wir bezahlen nur die Getränke und bekommen dafür ein kleines Geschenk: zwei Flaschen Sekt mit einem Bild von Claudia und Jürgen. Diejenigen, die es mögen, dürfen die Dekorationen nach Hause mitnehmen. Dann gehen wir schlafen!!!

 Es war eine ganz schöne Hochzeit, die ganz anders als in Frankreich war (fast besser als in Frankreich). Am Nachmittag hatten sich auch das Brautpaar, die Familien und die Gäste nacheinander fotografieren lassen. Die insgesamt 17Stundenfahrt hat sich gelohnt. Das werden wir in sehr guter Erinnerung behalten.

Nathalie

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