ULM (Bilder von ULM)

 

BILDER VON ULM   (Friedrich aus Ulm)

Eine chronologische kulturhistorische Erinnerung über meine Geburtsstadt.

(Vortrag vom 1-4-2010 bei der ACFA Pontarlier)

Vor zwölf Jahren wurden in Ulm Ausgrabungen durchgeführt. Anlass war der Bau einer Tiefgarage in der Stadtmitte. Durch ein Bombardement der Alliierten vor 65 Jahren entstand eine Straßentrasse quer durch die Innenstadt, die, nach Kriegsende zu „Neuen Strasse“ ausgebaut, sich zu einer ungeliebten Stadtautobahn entwickelte und nun durch eine überbaute Tiefgarage ersetzt werden sollte, um dadurch das Stadtbild und die Lebensqualität der Bewohner zu verbessern. Das Denkmalamt nutzte die Gelegenheit zu großflächigen Ausgrabungen. Zu Tage trat unter anderem ein Marktplatz aus dem 12. Jahrhundert. Man konnte auf der Fläche hin- und her spazieren und sich in vergangene Zeiten zurückfühlen. Das Pflaster aus Flusskieseln war äußerst holprig und uneben. Ob dies- und die Donauüberquerung durch eine Furt der Grund war, dass sich Wagner und Stellmacher niederließen und reichlich zu tun hatten? Heute jedenfalls gibt es zwei große Fahrzeugwerke in Ulm: Magirus-Iveco und Evobus-Kässbohrer-Setra.

Vor 40 Jahren wurde Ulm Universitätsstadt. Eine naturwissenschaftliche, medizinische und technische Hochschule wurde vom Land Baden-Württemberg gegründet. Außerhalb der Stadt, auf dem Eselsberg, entstand der Campus mit riesigen neuen Gebäuden. Im Stadtzentrum nahm die Zahl der Caféhäuser, Kleintheater und anderer kultureller Einrichtungen deutlich zu. Ich habe den Eindruck, nirgends in Deutschland, wenn nicht in Europa, gibt es eine so hohe Caféhausdichte wie in Ulm.

Vor 205 Jahren war Napoleon in Ulm. In der Schlacht von Eldingen schlug er die Österreicher. Er schrieb an seine Ehefrau Josephine: „Eine ganze Woche hindurch jeden Tag nass bis auf die Haut und kalte Füße…“ Das ist bis heute so geblieben. Ob der Klimawandel Verbesserung bringen wird?

Vor 633 Jahren war die Grundsteinlegung für das Ulmer Münster. Die Bürger der freien Reichsstadt – damals noch wirklich reich setzen ein Zeichen ihrer Macht und Unabhängigkeit. Vollendet wurde das Bauwerk erst im 19.jahrundert.Aber noch heute wirkt der Bürgerstolz nach: Die Unterhaltung des Gebäudes, das arg unter Umweltschäden leidet, verschlingt Millionenbeträge die von den Bürgern aufgebracht werden- mit Hilfe des Landes Baden-Württemberg versteht sich, die Reichsfreiheit gibt es seit Napoleon nicht mehr. Heute wird das Münster mehr von Touristen als von Gläubigen besucht.

Vor etwa 1200 Jahren wurde Ulm «Hulym» erstmal urkundlich erwähnt. Aus vorkarolingischen Epochen, römischen, keltischen oder steinzeitlichen Kulturen ist nichts bekannt. Der Ort war damals ein Sumpfloch am Zusammenfluss von Donau und Iller am Fuße der schwäbischen Alb. Aber heute ist es dort ganz nett.

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