60 Jahren Deutschland

Berlin - Reichstagsgebäude
Die Bundesrepublik Deutschland feiert diesen Monat seinen 60. Geburtstag. Die offizielle Gründung der Bundesrepublik Deutschland war am 23. Mai 1949. Zahlreiche Retrospektiven(Rückblick) auf die letzten sechs Jahrzehnte, wobei vor allem der Schwerpunkt auf der politischen Geschichte des Landes liegt. Die Ausstellung 60 Jahre-60 Werke, die in Berlin bis zum 14. Juni geht, zeigt die künstlerische Entwicklung des Landes seit seiner Gründung.

Wir kennen alle die Top-50 der Hitparade. Es gibt jetzt aber eine « Top 60 », zwangsläufig subjektiv, dass die Initiatoren der Ausstellung von Bundeskanzlerin Merkel im Martin-Gropius-Bau, im Herzen von Berlin, geschafft haben. Ihre Herausforderung: in vier Monaten – ein Rekord – die Auswahl von sechzig Werken sollen die letzten sechs Jahrzehnte, seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland in Bonn, darstellen. Berücksichtigung findet die Bedeutung des Künstlers in der entsprechenden Zeit, die Gewichtung der Durchführung seiner Karriere sowie die Besonderheit seiner Kunstwerke in einem vorgebenem Trend.
Nach der Nachkriegszeit befand sich Deutschland in eine Art goldenes Zeitalter von kulturellen Ereignissen. Zunächst kam die Reaktion auf den bleiernen Jahren des Dritten Reiches, das zurückgewiesen und deklariert wurde als « entartete Kunst ». Auch, weil Deutschland durch die Kraft seiner Regionen und das Wirtschaftswunder der Nachkriegszeit das kulturelle Angebot explosiert gesehen hat.
Die Künstler mit ihren Werken wurden für 1 Jahr ausgewählt. Die Ausstellung präsentiert so mehr als 60 Jahre Kunst und Kultur. Die Hauptkünstler können mehrere Bilder ausstellen oder ganze Räume bestücken. Sogar Joseph Beuys, der bekannteste Künstler der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts, vervollständigt diese 60-Jahresliste. An seiner Seite befindet sich die « Crème » der deutschen Kunst seit 1949: Georg Baselitz, Hans Hartung, Anselm Kiefer, Gerhard Richter oder Sigmar Polke.
Insgesamt sind mehr als doppelt so viele Bilder wie angekündigt, ca. 150 Werke, auf 18 Räume des Martin-Gropius-Bau bis Mitte Juni zu sehen. Neben den Werken selber, ist die Aussicht der Kunst in ihrem Kontext wiederhergestellt. Zwei Säle bieten Multimedia-Nachrichten für Bilder – in Deutsch und Englisch – für die Ereignisse des Jahres, vor allem in Deutschland. Im Mittelpunkt der gleichen Räume, große interaktive Tische erlauben den Besucher auch in den beiden Sprachen, sich zeitlich über die Biographien der Künstler zu informieren, aber auch auf die Bedeutung und Tragweite der Bewegungen, in denen sie sich entwickelt haben.
Die Ausstellung hatte im Vorfeld ein unerwartetes Echo in den Medien, jedoch aber von hoher Gewichtung. Wir sind es gewohnt von der « Bildzeitung », auf dem Titelblatt Pin-ups zu sehen anstelle von künstlerischen Darstellungen. Jetzt wird es 60 Tage lang substile Kunst, eine der emblematischen sechzig Werke täglich, mit jeweils einem Text der Leserschaft zu lesen sein. Die Leserschaft erstreckt sich auf 11 Millionen täglich. Es kristallisiert sich heraus, das seine Kunst mit solch einer Unterstützung mehr Menschen auf einem Schlag erreichen als in allen früheren Jahrzehnten.
Aber das Echo in der Presse ist gemischt. Vor allem in Berlin, der Landes-Hauptstadt, einst geteilt zwischen Ost und West, ist heute als Ursprung der Wiedervereinigung, was in den Köpfen langwierig bleibt. Den Initiatoren der Ausstellung, über die Kritik an dieser oder jener Entscheidung des einzelnen oder einigen Auslassungen, wird vor allem der Vorwurf gemacht, dass die Kunst von einem anderen Deutschland, der DDR, gegründet als kommunistisches Deutschland, einige Monate nach Deutschland, ignoriert wurde. Die Organisatoren verteidigen sich: für sie war es vor allem zu feiern 60 Jahre der Bundesrepublik Deutschland zu Ehren der Künstler, auf deren gemeinsamen Boden.
Im Hinblick auf die letzten zwanzig Jahre betonen sie, dass natürlich auch Künstler aus der ehemaligen DDR vertreten sind wie zum Beispiel Neo Rauch von der Schule in Leipzig. Für die Vorperiode, Ostdeutschland ist indirekt in der Ausstellung präsent durch die Künstler, die in der DDR geboren wurden, die dann entschieden, in den Westen auszuwandern, wie Gerhard Richter oder AR Penck, deren Bilder « Wahl zum Westen » das Jahr 1979 symbolisieren.

Ausstellung in Los Angeles – « Der Rückblick erleichtert vielleicht die Dinge » – gewidmet über einen Vergleich der Malerei in Deutschland auf beiden Seiten der Mauer während des Kalten Krieges, wird in Berlin ab Oktober präsentiert. Sie könnte einen Monat vor dem zwanzigsten Jahrestag des Mauerfalls, die Polemik beruhigen.

Herzlichen Glückwunsch für dieses Beispiel einer Demokratie

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